Am Freitagabend besetzten rund 700 Personen illegal das Hardturmstadion. Angeführt wurden sie von linksautonomen, zum Teil vermummten Aktivisten. Bis Morgens um sieben Uhr lief laute Musik. Die Stadtpolizei Zürich duldete diesen Anlass einmal mehr. Innerhalb des Stadions Hardturm entstand ein rechtsfreier Raum. Es wurde seitens der Besetzer angekündigt, diese illegale Veranstaltung bis Sonntagabend weiterzuführen.
Jeder Private, der auf seinem Gartensitzplatz bei einer kleinen Gartenparty nach 22 Uhr Musik laufen lässt, wird durch die Polizei aufgefordert, diese unverzüglich abzustellen. Tut er dies nicht, wird er verzeigt. Wer in Zürich Standaktionen durchgeführt, die polizeilich nicht bewilligt sind, wir ebenfalls sofort verzeigt. Standbetreiber, die während der EM 2008 nach Mitternacht beziehungsweise nach 2 Uhr noch Getränke verkauften, wurden gnadenlos verzeigt beziehungsweise gebüsst.
Vom Lärm direkt betroffene Bürger in der Umgebung des Hardturmstadions rufen in Zwischen bereits bei der SVP an, weil sie bei der Polizei kein Gehör für ihr Anliegen finden, sondern am Telefon die Mitteilung erhalten, es sei seitens Polizeiführung entschieden worden, nicht einzuschreiten.
Offensichtlich wird in Zürich mit zweierlei Ellen gemessen. Die SVP der Stadt Zürich verlangt das sofortige Einschreiten der Stadtpolizei im Hardturmstadion. Die Polizei hat die gesetzliche Pflicht, Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt vor übermässigen und illegalen Emissionen zu schützen. Rechtsfreie Zonen dürfen nicht toleriert werden. Wenn die Polizei solche Anlässe duldet, nimmt sie Nachahmungen bewusst in Kauf.
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