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29.10.2008: Weitsicht und Qualität

Wir werden vorerst das Gespräch mit den bürgerlichen Partnern suchen. Klar, wir könnten von vorneherein eine eigene Kandidatur für das Stadtpräsidium anmelden, im Wissen, dass die Chancen gering, aber die Möglichkeiten zur Parteiprofilierung vorhanden sind. Die Geschäftsleitung hat anders entschieden. Aus gutem Grund. Es besteht die grundsätzliche Möglichkeit, die linke Vorherrschaft im Stadtrat zu brechen. Wenn es gelingt, Kathrin Martelli als Stadtpräsidentin zu wählen und einen SVP Kandidaten in den Stadtrat zu kriegen, dann hat die SP das Nachsehen. Damit so etwas gelingen kann, braucht es die Stimmen aller Bürgerlichen von SVP, FDP und CVP. Hierzu ist eine zuverlässige Absprache nötig, die allen Beteiligten eine maximale Verwirklichung der eigenen Interessen eröffnet und damit den bürgerlich denkenden Wählerinnen und Wählern einen Mehrwert bietet. Sie werden sagen, dass wir die Verlässlichkeit der FDP inzwischen kennen. Die Worte von Stadtrat Vollenwyder über unseren Spitzenkandidaten Mauro Tuena anlässlich der vergangenen Einzelersatzwahl sind nicht vergessen. Gebracht hat dies niemandem etwas, auch nicht der FDP. Wir könnten uns in den Schmollwinkel zurückziehen. Aber wir sollten die Chance nicht verpassen, wenigstens zu versuchen, einen gemeinsamen Erfolg zu erzielen, auch wenn die Chancen klein sind. Gehen wir allein, werden sie nicht grösser, sondern ziemlich klein. Wir müssen also antreten zum realpolitischen Kröten schlucken. Niemand wird der SVP vorwerfen können, unsere politische Hellsicht sei eingeschränkt. Der Bericht der externen Experten zum Sozialdepartement gibt uns zu 100% Recht. Unsere Kritik am nicht funktionierenden System Stocker wurde bestätigt. Reorganisation ist angesagt und zwar im Sinn unserer Vorschläge. Die SVP hat die Meinungsführerschaft im wichtigsten Geschäft des Stadtrates behauptet. Das zeugt von Weitsicht und Qualität. Warum sollte es nicht gelingen, einen SVP Vertreter in die Exekutive zu hieven? Wenn wir schon die bürgerlichen Leader sind, dann haben wir auch die Verpflichtung, die anderen Parteien zu besonnenem Handeln anzuleiten. Frau Martelli hat mit der Unterstützung der FDP allein kaum Chancen auf einen Gewinn. Gehen wir aber alle zusammen, dann könnten auch alle gewinnen. Es geht um nichts weniger als die politische Wende! Statthalteramt, Stadtpräsidium und Stadtratsersatz sind eine Einheit. Wenn alle am gleichen Strick ziehen, liegt ein historischer Erfolg drin! Beweisen wir Weitsicht und Qualität!

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