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06.03.2009: Darwin in Zürich

Darwin in Zürich

 

Wir feiern das Darwin-Jahr. Charles Darwin wurde am 12. Februar 1809 in England geboren. Der Theologe und Naturwissenschafter war einer der wichtigsten Vertreter der Evolutionstheorie, wenn nicht gar deren Erfinder. Er wies nach, dass die Geschichte von Adam und Eva kaum so stattgefunden haben dürfte, wie im Buch Genesis beschrieben. In aller Kürze zusammengefasst kann man die Theorie auf den Spruch reduzieren: "Survival of the fittest". In der Natur setzt sich dasjenige Lebewesen durch, das den Lebensbedingungen besser angepasst ist. Tiere, die nicht durchsetzungsfähig sind, verschwinden über kurz oder lang. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich durchzusetzen. Es ist nicht immer der Stärkere, der gewinnt. Auch der Schlaue, Gepanzerte oder Getarnte kann überleben. Wer nicht überlebt, landet als Präparat im Museum. Bei den Menschen ist das nicht viel anders. Es gibt bei den Menschen – wie bei den Tieren auch – Reservate. Ureinwohner wie die Inuit oder die Indianer wurden auf beschränkte Territorien zurückgedrängt. Dort pflegen sie ihre alten kulturellen Wurzeln. Als Naturvölker hatten sie sich sehr gut auf die Lebensumstände ihrer Heimat eingestellt, konnten aber der Invasion der europäischen Weissen nichts entgegensetzen. Die Wohnbevölkerung Zürichs ist im vergangenen Jahr erneut weiter gewachsen. Mittlerweilen umfasst sie 380'499 Menschen. Die schweizerische Bevölkerung wuchs um 1'159 Personen, die ausländische um 2'525. Der Sterbeüberschuss der Schweizer betrug 200 und 1'800 zogen es vor, Zürich zu verlassen. Das heisst, dass wir rund 3'100 Leute neu eingebürgert haben. Der Ausländeranteil beträgt inzwischen 31%, wobei die Deutschen mit 23% die grösste Gruppe stellen, vor den Italienern und den Serben-Montenegrinern. Der Bevölkerungszuwachs war im Kreis 11 am grössten, während die Kreise 1 und 8 sich entvölkern. Leider wissen wir nicht, wie viele Einwohner seit Generationen das Zürcher Bürgerrecht besitzen, mithin Ureinwohner sind. Folgen wir Darwin, dann sterben die Züricherinnen und Zürcher langsam aus. Sie sind wohl zu wenig durchsetzungsfähig und den Lebensumständen nicht mehr angepasst. Wir sollten uns gelegentlich damit beschäftigen, ein Reservat für Zürcher zu schaffen. Man muss sich sputen, eine genügend grosse Population geschlechtsreifer Exemplare in einem Raum zusammenzufassen. Es wäre nicht nur die Zeugungsfähigkeit zu prüfen, sondern auch die Zeugungswilligkeit, was in der künftigen Lieblingsdestination der Homosexuellen schwierig sein könnte. Als Reservat böte sich der Kreis 1 an, der ja dem ursprünglichen Lebensraum der Spezies "Zürcher" entspricht und unter Abwanderung leidet. Seit 1998 stieg der Ausländeranteil um gut 2% und ein Ende ist nicht absehbar. "E schööns Sächsilüüte woisch i", so lange noch jemand weiss, was das ist!

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