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19.03.2009: Asbach Uralt
"Wenn ich Mauro Tuena wählte, könnte ich nicht mehr in den Spiegel schauen" und "Mauro Tuena würde auch noch unter der Gürtellinie politisieren, wenn er die Hose an den Fesseln trüge". So ungefähr beliebte sich ein beleibter freisinniger Stadtrat auszudrücken, wenn er über den damaligen SVP Stadtratskandidaten sprach. Herr Vollenwyder liess noch nie einen Zweifel aufkommen, wer der absolute Chef ist im Ring. Er ist das Finanzgenie im Stadtrat. Er ist der Grösste, Klügste, Intelligenteste, Schlauste vermutlich auch noch der Schwerste von allen Stadträten. Schwer hat es unser Finanzvorstand jedenfalls, seit der Tages Anzeiger am Montag dem staunenden Zürcher Leser ausbreitete, wie der Herr über unsere Steuerfränkli mit den ihm von uns zur Verfügung gestellten, sauer verdienten Batzen umgeht. Die Unfallversicherung Stadt Zürich UVZ versichert 22'000 städtische Mitarbeiter. Sie arbeitet an repräsentativer Adresse zwischen Bellevue und Stadelhofen mit 15 Angestellten. Sie hat etwa 3'200 Fälle pro Jahr zu verarbeiten. Für die gleiche Menge und noch zusätzliche Aufgaben, seien im Kanton Aargau bei um 25% niedrigeren Prämien nur 4 Personen nötig. Gemäss Tagi gehe es im Amt beschaulich zu. Es gebe oft Seminare und einmal pro Woche wird in einem "Ruheraum" meditiert. Der Chef selbst ist nur zu 70% angestellt, daneben betreibt er in den Büroräumlichkeiten eine kinesiologische Praxis. Für diese Räumlichkeiten bezahlt er der Stadt allerdings nur eine symbolische Miete. Der Stadtpräsident sei von einem pensionierten früheren Mitarbeiter der UVZ auf die idyllischen Zustände aufmerksam gemacht worden. Dieser habe ihn an Stadtrat Vollenwyder verwiesen, der die Sache unter den Teppich gekehrt habe. Und wie reagiert der Grösste, Klügste, Intelligenteste, Schlauste und Schwerste in einer solchen Situation? Er schneidet den Tages Anzeiger und lässt über das liberale Hoforgan NZZ verlauten, "es könne keine Rede davon sein, dass die Unfallversicherung Steuergelder in Millionenhöhe verschleudere." Ausserdem: "Er habe ohnehin vorgehabt, die UVZ im laufenden Jahr genauer unter die Lupe zu nehmen." Har! Har! Har! grölte jeweils der Kater Karlo in den Donald Duck-Sammelbänden; dass ich nicht kichere! "Vollenwyder und die Wahrheit" lautete mittwochs die Schlagzeile im Tagi. Am gleichen Tag verkündete der Grösste, Klügste, Intelligenteste, Schlauste und Schwerste im Gemeinderat, die Praxis werde geschlossen. Wem diese Sache kinesiologisch vorkommt, dem sei gesagt, dass dem Herrn Stadtrat schon öfters liberale Filzgeschäfte vorgeworfen wurden, nur noch nie so konkret wie jetzt. Der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht. Jedenfalls sieht der Grösste, Klügste, Intelligenteste, Schlauste und Schwerste ziemlich alt aus, uralt oder wie sich der Sprücheklopfer ausdrückt: "Asbach Uralt"!Zurück
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