"Der soziologische Beratungsbegriff grenzt sich durch Bedeutungsverengung von dem, was man alltagssprachlich als "Beratung" bezeichnet, sowie von eng verwandten Phänomenen ab. Beratung im engeren Sinn ist eine Interaktionsform, die dem Wissenstransfer dient. Der Berater kann seinen Klienten Wissen – im organisationalen Kontext meist in standardisierter ('best practice') und teils kommodifizierter Form – bereitstellen. Er ist jedoch fundamental auf die Selbstorganisation des Wissens seiner Klientel angewiesen, da Ratschläge erst angenommen und in die Tat umgesetzt werden müssen, um Wirksamkeit zu erlangen. Berater können daher zwar die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Wissenstransfer modifizieren, doch können sie über einen Grossteil der Erfolgsbedingungen weder verfügen noch die nötigen Voraussetzungen auf der anderen Seite kreieren. Was aus Beratung wird, entscheiden letztlich die Beratenen. Dem Beratungsprozess sind jedoch durch die Form der Beratung selbst bereits bestimmte (Sinn-)Grenzen gesetzt." So steht's in Wikipedia. Übersetzt heisst das in etwa, dass der Berater einem zuerst die Uhr nimmt und dann abliest, wie viel Zeit es ist. Berater sind in Mode, nicht erst seit heute. Schon in der Antike strömten die Ratsuchenden zum Orakel von Delphi und waren nach dem Besuch nicht klüger als vorher aber um ein Rätsel reicher und um ein paar Spenden ärmer. Ärmer wurden auch die Steuerzahler in Zürich, als mit Monika Stocker eine Politikerin das Sozialdepartement übernahm, die sich der Umverteilung der Einkünfte von den Reichen zu den Armen verschrieben hatte. Sie sah sich selbst als eine Art Robin Hood, in Realität baute sie aber eine Geldvernichtungsmaschine auf, die längst nicht nur die Reichen plünderte, sondern alle Bürger, die noch Steuern zahlten. Üble Missbrauchsfälle zwangen Monika Stocker zum Rücktritt. 14 Jahre Sozialvorsteherin Zürichs und ein Masterstudium in angewandter Ethik an der Uni Zürich geben der Frührentnerin die Grundlage, um Führungsleute in sozialen Institutionen und Politikerinnen zu beraten. "Ich habe viel Erfahrung im Umgang mit Macht, mit Strukturen, mit den Medien", schreibt sie ihrem Prospekt. Die Macht diente der Durchsetzung einer eigentlichen Omerta im Amt. Die Strukturen veränderte sie dauernd, so dass am Schluss niemand mehr wusste, wohin er gehörte und mit den Medien hat sie tatsächlich Erfahrungen, sie sorgten für ihr politisches Ende. Das Ethik-Studium hat sie vielleicht mit den Argumenten versorgt, um die brutale Verfolgung der beiden Mitarbeiterinnen zu rechtfertigen, welche die Sozialbeule aufstachen. Stocker liebt das Jungk-Zitat "Vision ist die andere Möglichkeit zu sehen" – oder die Realität zu verdrängen, möchte man ergänzen. Wessen Vision die Sozialabzocke ist, darf bald ins "Atelier Monika Stocker".
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