Doppelmoral der Grünen und Stadtrat Leupi

Fraktionserklärung

Roger Bartholdi, Fraktionschef, Gemeinderat SVP Zürich 9 Roger Bartholdi, Fraktionschef, Gemeinderat SVP Zürich 9
Der grüne Stadtrat Leupi vermietet eine 5.5-Zimmer Wohnung in seinem Mehrfamilienhaus in Zürich Wollishofen für 5'080 Franken. Diese Wohnung ist auf "homegate.ch" ausgeschrieben und die letzte Renovation ist bereits sechs Jahre her. Selbstverständlich hat die Wohnung im roten Haus Parkplatz und Garage. Wenn der Stadtrat Leupi die Marktwirtschaft, den Kapitalismus und die Vermietung von Parkplatz und Garage für den motorisierten Individualverkehr als Privatperson entdeckt, ist dies aus Sicht der SVP nicht per se verwerflich. Doch was werden die Wählerinnen und Wähler nun denken, die ihn im März 2018 wieder in den Stadtrat gewählt haben? Würde ein SVP-Mitglied diese Wohnung vermieten, wäre wohl der Vorwurf von unsozial, Bereicherung und Abzockerei von links-grüner Seite auf sicher und der Parkplatz und Garage wären den Grünen ein Dorn im Auge.

So haben die Grünen im Wahlkampf u.a. in einem Facebook-Eintrag folgendes geschrieben (Zitat): «SVP und GLP stört es nicht, wenn die Immo-Haie machen dürfen, was sie wollen. Und eine Familienwohnung für 3400 bis 3600 Fr. sei ja ganz ok. Wer zahlbare Wohnungen will und gegen Abzocker-Mieten ist, wählt darum Grüne».

Als Vorsteher des Finanzdepartementes ist Daniel Leupi für die Liegenschaftsverwaltung und Wohnbauförderung der Stadt Zürich verantwortlich und predigt die Förderung von subventioniertem und gemeinnützigem Wohnungsbau auf Kosten der Allgemeinheit. Wenn es aber um den eigenen Geldbeutel geht, gelten diese wohnpolitischen Vorsätze offenbar nicht mehr. Diese Doppelmoral ist für die SVP-Fraktion nicht nachvollziehbar.

Es ist falsch, mit fremdem Geld anders umzugehen als wenn es um das eigene Portemonnaie geht. Wir setzen uns für einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern ein.

«SVP und GLP stört es nicht, wenn die Immo-Haie machen dürfen, was sie wollen. Und eine Fa-milienwohnung für 3400 bis 3600 Fr. sei ja ganz ok. Wer zahlbare Wohnungen will und gegen Ab-zocker-Mieten ist, wählt darum Grüne»