Parolen

zur Volksabstimmung vom
25. November 2018

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Ein erzielter Etappensieg für ein Fussballstadion

Roger Bartholdi, Fraktionschef, Gemeinderat SVP Zürich 9 Roger Bartholdi, Fraktionschef, Gemeinderat SVP Zürich 9
Die zuständige Spezialkommission des Gemeinderates hat am 28. Juni 2018 die Beratungen zur Vorlage Hardturm Areal abgeschlossen. Die SVP unterstützt das Projekt «Ensemble» mit dem klaren Ziel, dass die Bevölkerung über ein neues, privat finanziertes ausgewogenes Fussballstadionprojekt abstimmen kann.

Die Initianten des Stadionprojektes, die beträchtliches Privatvermögen in dieses Stadionprojekt investieren werden, erarbeiteten ein sehr ausgewogenes und vernunftvolles Projekt. Das Fussballstadion, die gemeinnützigen Wohnungen und die beiden Wohntürme sind untrennbar miteinander verbunden und ermöglichen so, dass die Stadt keine öffentlichen Gelder beizusteuern hat.

Die SVP nimmt mit Genugtuung zur Kenntnis, dass die mehrmonatigen und detaillierten Beratungen in der Spezialkommission abgeschlossen werden konnten, dies zum Teil unter erschwerten Bedingungen. Die wählerstärkste Partei der Stadt Zürich, die SP, hat in der «Nachspielzeit» der Kommissionsberatungen, noch während des «Spiels», die Spielregeln geändert. Mit dem Ziel, ein privat finanziertes Fussballstadionprojekt zu bodigen, um ein staatlich finanziertes Projekt zu erzwingen. Die unsportlichen Spielregelmissachter haben offenbar nicht verstanden, was das Stimmvolk im September 2013 entschieden hat: Die Stadtzürcher Bevölkerung will kein Fussballstadion, das vom Steuerzahler finanziert wird. Die SP demonstriert damit eindrücklich, dass ihr am Sport, am Fussball und am Wohlergehen der beiden Zürcher Stadtklubs nicht viel liegt. Soweit treibt die SP heute ihre Wohnbauideologie in der Stadt Zürich.

Für die SVP ist im Sinne des Sportes das Fussballstadion zentral. Die zum Projekt gehörenden Hochhäuser sind zwingend notwendig, damit das Fussballstadion ohne öffentliche Gelder querfinanziert werden kann. Auch der dazugehörige soziale Wohnungsbau ist ein Teil des Kompromisses, den die SVP akzeptiert. Den Rückweisungsantrag der SP lehnt die SVP darum entschieden ab.

Sowohl der sportliche als auch der wirtschaftliche Erfolg der beiden Stadtclubs FCZ und GC ist eng mit dem lancierten Stadionprojekt verbunden. Die beiden Stadtzürcher Fussballvereine Grasshopper Club Zürich und FC Zürich haben zurzeit nicht die gleichen Voraussetzungen wie die Konkurrenz in Bern, Basel, Luzern oder St. Gallen, etwa in Bezug auf Vermarktung, Catering oder Nähe der Fans am Spielfeldrand. Nicht nur die Existenz der zwei Zürcher Grossvereine könnte auf Dauer durch diese Situation gefährdet sein, auch der Vereinsfussball in der Stadt ist betroffen. Die beiden Clubs investieren jährlich mehrere Millionen Franken in den Jugendsport beziehungsweise in ihre Nachwuchsabteilungen. Die Erfahrung lehrt, dass dieser Bereich infrage gestellt ist, wenn der Club in finanzielle Bedrängnis gerät.