Verkehr Kreis 10 und Formel E

Aus dem Gemeinderat

Christoph Marty, Gemeinderat SVP Zürich 10 Christoph Marty, Gemeinderat SVP Zürich 10
Ein wichtiges Geschäft der vergangenen Gemeinderatssitzung war der Abschluss des Mitwirkungsprozess zum Verkehr des Kreises 10. Zahlreiche Interessengruppen des Quartiers haben sich eingebracht und gemeinsam Vorschläge erarbeitet, wie mit der massiven Verkehrsbelastung umgegangen werden soll.

Neben zahlreichen tauglichen und weniger tauglichen Inputs ist die Forderung nach einer Tunnellösung ab der Europabrücke eingegangen. Diese wurde vom Stadtrat mit wenigen Sätzen vom Tisch gewischt. Obwohl ein beauftragtes Ingenieurbüro klar zum Schluss gekommen ist, dass eine Tunnelvariante dem Kreis 10 eine echte und massive Verkehrsentlastung bringen würde, lehnt der Stadtrat auch nur schon die vertiefte Prüfung einer solchen aus politischen Gründen ab. Seit Jahrzehnten wird der Kreis 10 vom Verkehr geflutet und der Stadtrat gibt mit seiner Antwort zu verstehen, dass er kein Interesse an der Lösung der Verkehrsprobleme hat, sondern diese weiter zu bewirtschaften gedenkt. Die Entwicklung der Einwohnerzahlen und die der Fahrzeugzulassungen im Grossraums Zürich kennen seit Jahren nur eine Richtung; steil nach oben und das wird aller Voraussicht so bleiben. Der Stadtrat geht davon aus, dass das aktuelle und künftige Verkehrsvolumen mit Infrastrukturen aus einer Zeit, welche 20% des heutigen Verkehrsaufkommens zu bewältigen hatte, aufgenommen werden kann. Diese Sichtweise hat die SVP-Fraktion als wenig zukunftsfähig erkannt. Unzählige kleinere Ortschaften in unserem Land kommen zur Entlastung der Bevölkerung in den Genuss von geeigneten Umfahrungsstrassen, aber dem Zürcher Stadtkreis 10, der mit ca. 40´000 Einwohner mehr Einwohner als mancher Kanton hat, dem soll zur Entlastung eine zukunftsfähige Lösung verweigert werden? Wohin soll die Verkehrsflut gelenkt werden, wenn nicht in den Untergrund? Das wollte die SVP-Fraktion so nicht hinnehmen. Trotz engagierten Voten der Gemeinderäte Stephan Iten und Christoph Marty wurde der Antrag abgelehnt.

Das Formel E-Rennen in Zürich soll abgewürgt werden
Ein weiteres wichtiges Traktandum war das Formel E-Rennen, welches letztes Jahr in der Stadt Zürich zum ersten Mal durchgeführt wurde. Linke und Grüne Gemeinderäte haben eine Interpellation eingereicht, welche vor Kulturpessimismus und Moralinsäure nur so strotzte und auch die Voten der Interpellanten trieften vor lauter Besorgnis und Ängsten, ob auch die Bedürfnisse des Hintersten und Letzten befriedigt werden können und ob sich den Zuschauern und der Bevölkerung dabei nicht ein aus linker Sicht unangemessenes Weltbild einschleichen könnte. Auch waren sie ausserordentlich besorgt um den Umstand, dass in der Stadt schon wieder etwas los sein könnte, was Jung und Alt zu abertausenden faszinieren oder doch mindestens gut unterhalten könnte. So steht eine solche Veranstaltung natürlich im diametralen Widerspruch zum moralinsauren, lust- und lebensfeindlichen linken Lifestyle, das liegt in der Natur der Sache. Aber das Formel E Rennen 2017 wurde vom Publikum mit grosser Begeisterung angenommen. Millionen haben den Anlass live und am Fernsehen verfolgt. Der Grossevent war eine phantastische Werbung für unsere Stadt, unsere Tourismusinfrastrukturen und für den Forschungs- und Industriestandort  Zürich. Die Stadt hat finanziell und auch sonst in jeder Hinsicht von diesem Anlass profitieren können und das, ohne dass dem Steuerzahler dafür Kosten angefallen sind, im Gegenteil. Das lokale Gewerbe konnte auch profitieren. Dies führten der Verfasser und der FDP Gemeinderat Roger Tognella als massgeblicher Organisator der Veranstaltung dem Rat vor Augen, sehr zu Ärger der linken Ratseite, welche unter Wirtschaft vor allem Verwaltung und Kultursubventionen versteht. Aller Voraussicht gehört die Zukunft der Elektromobilität und auch dank Anlässen wie diesen würde der Forschungs- und Industriestandort  Zürich vorne mit dabei sein. Für das Jahr 2019 hat der Stadtrat bereits angekündigt, dass er die Bewilligung zu verweigern gedenkt, angeblich weil bereits das Zürifäscht und die Gaypride stattfinden werden. Immerhin besteht ein Hoffnungsschimmer, dass der Event 2020 wieder in Zürich durchgeführt werden kann. Ein Armutszeunis von SP und Grünen, dass diese Türe ohne Not zugeschlagen werden soll.