Parolen

zur Volksabstimmung vom
1. September 2019

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Mehr Gestaltungsfreiheit dank SVP-Antrag

Aus dem Gemeinderat

Maria del Carmen Señoránl, Gemeinderätin SVP Zürich 1+2 Maria del Carmen Señoránl, Gemeinderätin SVP Zürich 1+2
An der Sitzung vom 15. Mai 2019 behandelte der Gemeinderat Vorstösse aus dem Hochbaudepartement. Das Hauptgeschäft war die Teilrevision BZO des Hochschulgebietes Zürich, welche nicht Gegenstand der BZO Teilrevision 2016 war. ETH, Universität Zürich und das Universitätsspital Zürich planen zusammen mit dem Bund und Kanton seit über 10 Jahren die Entwicklung auf diesem Gebiet.

Beim Milliardenprojekt Hochschulgebiet haben der Bund und der Kanton den Takt angegeben. Die Stadt ist lediglich "Passagier" im Projekt. Aufgrund des Baurekursgerichts sind drei Gestaltungspläne aufgehoben worden und der Antrag erteilt worden, die Bau- und Zonenordnung (BZO) muss zuerst von der Stadt erstellt werden. Die SVP hat in der Hochbaukommission ihre Anliegen eingebracht, mit dem Ziel den kleinen politischen Spielraum so gut wie möglich zu nutzen.
Für die SVP gilt es, die Anliegen der Bevölkerung so gut wie möglich zu vertreten. Der Denkmalschutz muss pragmatisch angegangen und die Höhe der Gebäude limitiert werden.

Reduzierte Gebäudehöhe
Die SVP begrüsst das im Januar 2019 vorgestellte Projekt von den Architekten Christ & Gantenbein nicht die volle Höhe, wie es der Gestaltungsplan erlauben würde ausgenutzt hat. Das zeigt aber genau, dass es gar nicht so hohe Gebäude braucht und es auch kleiner geht. Nur weil das erste Projekt die Höhe nicht voll ausgereizt hat, heisst das noch lang nicht, dass die zukünftigen das auch nicht machen werden. Einfach nur zu vertrauen, dass das erste Projekt nicht einfach ein «Zückerli» war, und die zukünftigen Bauten aber dann doch höher und voluminöser daherkommen, reicht uns nicht! Wir sind gegen gigantische Bauten!
Die SVP setzt sich für eine reduzierte Gebäudehöhe ein und stellt den Antrag einer abgestuften Zonierung, welche gigantische Bauten verringert und ein harmonisches Stadtbild sicherstellt. Im Hochschulgebiet Zürich-Zentrum soll eine maximale Höhenkote von 485 anstelle von 512 m ü. M. gelten. Mit der von SVP, Grünen und AL geforderten abgestuften Zonierung, soll das Projekt den Interessen der Bevölkerung entsprechen. Aufgrund der Mehrheit von SP, GLP und FDP wurde der Antrag nicht angenommen.

Mehr Gestaltungsfreiheit dank SVP-Antrag
Die in den 40er Jahren erstellten HMS (Architekten Häfeli, Moser und Steiger) Gebäude entsprechen heute nicht mehr den Bedürfnissen eines Spitales.
Die drei Gebäude, welche sich in einem grossen C um den Spitalpark legen, sind heute spitaltechnisch vollkommen überholt. Zudem besteht der Denkmalschutz nicht nur für die Fassade, sondern auch für den Innenraum, was einen Umbau in ein zukunftsgerichtetes Spital unmöglich macht.  Von der schlechten Energieeffizienz und den hohen Bewirtschaftungskosten gar nicht zu reden. Es stellt sich die Frage für was kann das Gebäude in der Zukunft noch gebraucht werden? Die Verwaltung zieht Ende Jahr nach Stettbach somit braucht es keine Büros. Eine Aussage vom USZ war, es könnte später für PALLIATIVE CARE oder als Geriatrie benutzt werde. Im Ernst? Haben diese Menschen nicht mehr Wertschätzung verdient als in ein in die Jahre gekommenes Spital untergebracht zu werden?
Aufgrund der Rahmenbedingungen zum Denkmalschutz sind die Baufelder in deren Grösse beschränkt. Zudem muss auf zusätzliche 15m Gebäudeabstände Rücksicht genommen werden. Das verschiebt die Sternwartestrasse und all Neubauten Richtung Hang was dort zu dem geforderten hohen Gebäude führt. Es kann nicht sein, dass ein solches riesen Projekt um ein paar in die Jahre gekommenen Gebäude gebaut werden muss!
Die SVP stellt den folgenden Antrag: "Der Stadtrat wird beauftragt, die zuständige Direktion des Kantons Zürich aufzufordern, die notwendigen Vorbereitungen zu treffen und die definitive Nichtunterschutzstellung des «Häfeli Moser Steiger»-Baus (Hauptgebäude Universitätsspital) zu verfügen". Nur so ist es möglich, zukunftsorientiert und ohne unnötige Mehrkosten weiter zu planen. Zur Freude der SVP unterstützen sämtliche in der Kommission vertretenen Parteien unseren Antrag. Wir fordern den Kanton und den Heimatschutz auf, diesen Entscheid zu akzeptieren und umzusetzen. Vor allem auch weil die beratende Kommission im Kantonsrat ebenfalls einstimmig die Schutzentlassung gefordert hat. Der neue Regierungsrat muss jetzt handeln und darf sich keinesfalls vor allfälligen Rekursen oder "Erpressungen" einschüchtern lassen.