Parolen

zur Volksabstimmung vom
17. November 2019

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Brutkasten für linke Kultur-Egozentrik

Stefan Urech, Gemeinderat SVP Zürich 4+5 Stefan Urech, Gemeinderat SVP Zürich 4+5
Die SVP nimmt zur Kenntnis, dass der Zürcher Stadtrat für die nächsten 3 Jahre eine weitere Aufblähung der Kulturindustrie plant. Bemühungen, das Angebot in der Bevölkerung breiter abzustützen, bleiben dabei auf der Strecke. Die linke Kulturgemeinschaft orientiert sich lieber an den eigenen Bedürfnissen. Diese egozentrische Herangehensweise produziert einen eigentlichen linken Kultur-Brutkasten, der sich unter der sorgsamen Pflege des Stadtrates prächtig entwickelt.

Im Vorwort zum 238-seitigen Kulturleitbild schreibt die Stadtpräsidentin, dass «viele Round Tables» stattgefunden hätten, um den Ansprüchen der von «Diversität» geprägten Zürcher Kulturkonsumenten gerecht zu werden. Bezeichnenderweise haben sich an diesen Diskussionen aber nur «Künstlerinnen und Künstler, Mitarbeitende von Institutionen sowie die Mitglieder der städtischen Kulturförderung ausgetauscht». Der linke Kulturapparat orientiert sich bei der Schwerpunktsetzung offensichtlich nach wie vor an sich selbst und wird auch in den nächsten Jahren vor allem die politisch Gleichgesinnten bedienen. Selbst schwach besuchte Häuser und Angebote sollen weiterhin grosszügig unterstützt werden. Die Interessen und Bedürfnisse der breiteren Bevölkerung sollen nicht eruiert, sondern in die richtige Richtung gelenkt werden.

Politisierte Kultur
Als einer der zentralen Aufträge der Kulturförderung sieht der Stadtrat nämlich die «Volks-Bildung». Kultur soll den Leuten die «Sinne schärfen» und ihnen klar machen, «worüber nachzudenken sich lohnt.» Wie politisch einseitig dieser selbstgesetzte Auftrag umgesetzt wird, belegen die vielen Veranstaltungen aus den vergangenen Jahren, in denen vorzugsweise linke Themen bewirtschaftet wurden. Einzelne Kultur-Institutionen trieben es bereits so weit, dass sie Abstimmungsempfehlungen via Flyer oder Internetauftritt abgaben.

Raummangel
Obwohl der Stadtrat darauf hinweist, dass das «Thema Raum» in einer wachsenden und immer dichteren Stadt «prägend für die Zürcher Kulturpolitik» sein wird, will er Übungs- und Gestaltungsräume für Kulturschaffende trotzdem an zentralen und teuren Lagen zur Verfügung stellen. In den meisten Fällen könnten diese aber ohne Abstriche am Angebot an kostengünstigere Lagen verschoben werden.

Kultur'leid'bild
Zu den Verlierern, die dieses 'Leidbild' hervorbringt, gehören die Kulturinteressierten, die die Selbstbeweihräucherung der Linken mit den ewig gleichen Schwerpunkten aus ihrem politischen Mainstream satt haben und sich eine breitere Vielfalt wünschen. Dazu gehören aber auch die Konsumenten, die Kulturproduktionen ohne Weiterbildungsanspruch einfach geniessen möchten. Und nicht ganz vergessen sollte man die Steuerzahler, welche die stetig wachsenden Kosten dieser Kulturindustrie finanzieren müssen.