Verkehr wird weiter ausgebremst

Nina Fehr Düsel, SVP Zürich 7/8 Nina Fehr Düsel, SVP Zürich 7/8
Gleich vorab, ich benutze in der Stadt alle Arten von Verkehrsmitteln, auch das Velo. Allerdings sind bei der Verkehrsplanung in Zürich seit Jahren die rot-grünen Ideologen speziell emsig am Werk und tragen zur einseitigen Behinderung des motorisierten Individualverkehrs bei. Dies tun sie durch neue Kapphaltestellen, flächendeckende Tempo-30-Zonen, die Vernichtung von Parkplätzen, oder den Klassiker, durch den Abbau von Verkehrsspuren des motorisierten Individualverkehrs.
Dabei vergessen sie eines: Die Stadt Zürich ist als Wirtschaftsstandort und als Wohnstadt auf einen leistungsfähigen Verkehr angewiesen. Gewerbe und KMU florieren dank flüssigem Verkehr und ausreichend dimensionierten Infrastrukturen. Gerade das Gewerbe ist auf eine Anzahl oberirdischer Parkplätze und auch Güterumschlagflächen angewiesen, nicht zu vergessen die Transportachsen.

Und genau das Gewerbe hält unsere Stadt auch lebendig und vielseitig. Mit zusätzlichem ideologisch motiviertem Verkehrsrückbau droht die Abwanderung der Kaufkraft in die Agglomeration, da noch mehr Städter für Einkäufe mit dem Fahrzeug in Zentren ausserhalb fahren werden, wo sie Parkplätze finden.

Wir aber stellen in unserer ganzheitlichen Verkehrspolitik den volkswirtschaftlichen Nutzen des Verkehrs ins Zentrum. Ziel ist, ein funktionierendes Gesamtverkehrskonzept sicherzustellen. Dabei braucht es ein Nebeneinander aller Verkehrsmittel und nicht nur eine einseitige Bevorzugung des Velofahrers.

Die individuelle Wahl des Verkehrsmittels ist sicherzustellen und unterliegt nicht zuletzt auch der Wahlfreiheit und dem marktwirtschaftlichen Prinzip von Angebot und Nachfrage. Auch dürfen wir nicht vergessen: der öffentliche Verkehr in Zürich ist grundsätzlich ein leistungsfähiger Verkehrsträger. Betrieb und Ausbau des öffentlichen Verkehrs müssen nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen und wenn immer möglich selbsttragend erfolgen.

Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich ausserdem an die Verkehrsregeln zu halten, dies gilt auch für die Velofahrer. Oft nämlich sind es nicht die Autofahrer, welche zu erhöhter Unsicherheit und Unfällen beitragen, sondern leider die rücksichtslosen Velofahrer, welche nicht aufpassen, obwohl die Schuld natürlich letztendlich immer der Autofahrer trägt.

Die Velolenker sollten sich meiner Meinung nach auch an Infrastrukturkosten mitbeteiligen. Bisher profitieren Velofahrer ausschliesslich, ohne dass sie sich an den Kosten beteiligen und diese sollten auch in Verkehrskontrollen einbezogen werden.

Ich vertrete ein sinnvolles Nebeneinander und die Gleichberechtigung aller Verkehrsträger. Ganz nach dem Motto: Verkehr muss fliessen! Verflüssigung statt Behinderung!