Ja zum neuen Sportzentrum Heuried

Delegiertenversammlung der SVP Stadt Zürich

Bruno Sidler, Parteisekretär SVP Stadt Zürich Bruno Sidler, Parteisekretär SVP Stadt Zürich
Die Delegiertenversammlung der Stadtzürcher SVP hatte diese Woche die Parole zu fassen zum Objektkredit von 81,357 Mio. Franken zur Erneuerung der Sport- und Freizeitanlage Heuried, der am 28. September 2015 zur Volksabstimmung gelangt.

Die zahlreich erschienen Delegierten machten sich die Entscheidungsfindung nicht leicht. Für und wider wurden in ausführlichen und lebhaften Diskussionen ausgelotet.

Schlechter baulicher Zustand
Die Sport- und Freizeitanlage Heuried im Quartier Friesenberg ist die älteste (erbaut 1964) und grösste Freizeitanlage der Stadt Zürich. Das Ensemble, bestehend aus Freibad, Eisfeldern, Fussballplatz und Gemeinschaftszentrum wird nicht nur von Quartierbewohnern, sondern von Besuchern aus der ganzen Stadt geschätzt. Die Anlage wird von einem gemischten Publikum intensiv genutzt, sie wird aber auch den Bedürfnissen des Jugend- und Vereinssports gerecht. Allerdings befindet sich die in die Jahre gekommene Anlage in einem äusserst schlechten baulichen Zustand. Eine reine Instandsetzung kam für die Stadt nicht in Frage, obschon diese für ca. 44 Mio. Franken zu haben wäre. Aber die Anpassung an die heutigen politischen und gesetzlichen Vorgaben würde ein schwer abschätzbares Kostenrisiko beinhalten. So entschieden sich Stadt- und Gemeinderat für das Projekt, das den Neubau der Eissporthalle und die Erneuerung der Badeanlage vorsieht.

Für das Volk
Die befürwortenden Delegierten betonten denn auch die starke Verankerung des  Sport- und Freizeitzentrums Heuried in der Bevölkerung des Standortquartiers und der ganzen Stadt und wiesen auf die grosse Bedeutung der Sportanlage für den Breitensport hin. Weil diese Anlage beim Volk so sehr beliebt sei, müsse die SVP Ja sagen, eine ablehnende Haltung würde das Volk nicht verstehen. Ohne Widerrede kam diese Argumentation allerdings nicht an. Es gab auch Votanten, die auf die schlechte Finanzlage der Stadt hinwiesen, und der Meinung waren, eine abgespeckte Variante müsste auch genügen. Aus Verantwortung für die finanzielle Stabilität wurde denn  auch ein Nein-Antrag gestellt. Die Aufrufe zum sorgsamen Umgang mit Steuergeldern verfingen aber nicht, eine Mehrheit wollte das Volk nicht vergraulen und beschloss mit 34 zu 13 Stimmen die deutliche Ja-Parole.