Parolen

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10. Februar 2019

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Das falsche Gebäude zu einem überrissenen Preis

Volksabstimmung vom 14. Juni 2015 / Musikschule Konservatorium Zürich

Dr. Daniel Regli, Gemeinderat SVP Zürich 11 Dr. Daniel Regli, Gemeinderat SVP Zürich 11
Die Stadt Zürich soll die Liegenschaft Florhofgasse 6 kaufen, um die Musikschule Konservatorium Zürich (MKZ) dort unterzubringen. Für Kauf und bauliche Sofortmass-nahmen hat das Volk über einen Objektkredit von 33,6 Millionen Franken abzustimmen.

Trotz Schulden von mehr als 10 Milliarden Franken will die Stadt das altehrwürdige Konservatorium ("Konsi") für 30 Mio. Franken kaufen. Sowohl der Kaufpreis als auch die Folgekosten sind aus Sicht der SVP zu hoch. Der Kauf würde die städtischen Defizite weiter anwachsen lassen. Die SVP empfiehlt darum dem Stimmvolk, den Kauf der Liegenschaft Florhofgasse 6 nicht zu bewilligen.

Gefälligkeitsgutachten
Der Kaufpreis ist viel zu hoch. Die städtische Schätzungskommission urteilte im Februar 2014, dass die Liegenschaft als Musikschule einen Wert von 20.2 Mio. Franken habe. Die Immobilienspezialisten Wüest & Partner dagegen schätzten die Liegenschaft gemäss Marktpotenzial auf 40.2 Mio. Franken, die ZKB auf 37 Mio. Franken. Gegen die höheren Kaufangebote, die der MKZ unterbreitet wurden, hatte der Stadtrat schlechte Karten. So verfügte er eine zweite Beurteilung durch die Schätzungskommission. Und welche Überraschung: das Gebäude war nun plötzlich 28.5 Mio. Franken wert! Aus Sicht der SVP ist das ein klares, unstatthaftes Gefälligkeitsgutachten.

Ein endloser Sanierungsfall
Die Liegenschaft ist ein Kostenfresser. Die Schätzungskommission stellte einen grossen angestauten Unterhalt fest. Diverse Mängel müssen durch Sofortmassnahmen für 3.5 Mio. Franken behoben werden. Trotzdem wird das Gebäude in spätestens 15 Jahren gesamt saniert werden müssen. Was dann erneut mindestens 20 Mio. Franken kosten wird. Schon die letzte Gesamtsanierung 1984/86 wurde von Kanton und Stadt Zürich bezahlt. Sie kostete 18 Mio. Franken und hat dem "Konsi" innenarchitektonisch arg zugesetzt. Um mehr Nutzfläche zu erhalten, hat man beim ehemaligen Prunkbau die Lichthöfe aufgefüllt. Seither hat es eine Vielzahl von Zimmern und Musikräumen ohne Tageslicht. Dunkel sind auch die Cafeteria und die überdimensionierte, zweistöckige Bibliothek. Die SVP spricht sich dafür aus, das „Konsi“ dem Meistbietenden zu verkaufen. Eine Marktnutzung wird die dringliche Reparatur der Architekturschäden mit sich bringen. Das Gebäude wird danach in altem Glanz erstrahlen. Und die Stiftung MKZ wird über 30 bis 40 Millionen Franken verfügen, um gemeinsam mit dem Stadtrat eine bessere MKZ-Zentrale zu realisieren. Mit mehr Licht, Luft und musikalischem Geist!

Kosten explodieren
Die Kosten für die Zürcher Musikschule steigen seit Jahren an. Dies, weil die Schülerzahlen förmlich explodiert sind. 2005 besuchten 6‘341 Schüler/-innen die Musikschule. 2014 waren es 14‘859 (+ 134%)! Nicht dass die Zürcher Bevölkerung musikalischer geworden wäre. Natürlich nicht! In Zeiten der Casting-Shows sind es einfach viel mehr Kinder, die davon beseelt sind, Music-Star zu werden. Das kostet die Stadt Unmengen von Geld. Betrugen die Mehrausgaben der Musikschule 2008 noch 24.5 Mio. Franken, budgetierte der Stadtrat 2014 bereits ein Minus von 38 Mio. Franken! Wenn das Stimmvolk "Ja" zum Kauf des "Konsi" sagt, wird das Wachstum der MKZ zusätzlich beflügelt. Wer die Verschuldung und das Ausgabenwachstum der Stadt Zürich stoppen will, sagt NEIN zum Kauf des "Konsi"!