SVP lehnt Asylzentrum mitten im Boomquartier Kreis 5 ab

Fraktionserklärung

Mauro Tuena, Fraktionschef SVP Zürich 10 Mauro Tuena, Fraktionschef SVP Zürich 10
Wie gestern angekündigt, plant die Stadt Zürich zusammen mit dem Kanton Zürich und dem Bund, mitten im aufstrebenden Stadtkreis 5 ein Bundesasylzentrum für 360 Bewohner einzurichten. Die SVP der Stadt Zürich lehnt diesen Plan konsequent ab.

Der Kreis 5 ist längst kein peripheres Industriequartier mehr. Viele Familien mit Kindern wohnen im Quartier, tausende Jugendliche besuchen die Kaufmännische Schule, zehntausende vergnügen sich im Ausgang. Ein Zentrum mitten in einem boomenden Quartier einzurichten, ist nicht durchdacht, ja gar fahrlässig und falsch. Asylzentren gehören in Randregionen, in welchen sonst keine Personen leben.

Nachforschungen bei der Polizei haben ergeben, dass Einbrüche und Ladendiebstähle in der Umgebung von Asylunterkünften markant zunehmen. Trotz des Widerstandes der örtlichen Bevölkerung ignorierte die Stadtzürcher Regierung die vorhandenen Ängste der Bewohner und Gewerbetreibenden und entschied sich die für diesen wohl ungeeignetsten Standort im Kreis 5. Was kümmert den Stadtrat schon das Wohlbefinden der Bevölkerung und des Gewerbes?

Für den gefällten Entscheid hat die SVP der Stadt Zürich kein Verständnis. Es bleibt der Verdacht, dass unsere Exekutive diesen Standort beim Bund geradezu puschte, damit die stadteigene Asyl-Organisation-Zürich (AOZ) so zu einem für sie sehr lukrativen Betreuungsauftrag des Bundes kommt. Die Vergabe des Grossauftrages ist undurchsichtig und wirft viele Fragen auf. Private Firmen, die ebenfalls solche Dienstleistungen anbieten würden, bleiben auf der Strecke.

Da die Baukosten zur Erstellung der Asylunterkunft den Betrag von 20 Millionen Franken übersteigen, hat die städtische Bevölkerung die Möglichkeit, über das Asylzentrum an der Urne zu entscheiden. Die SVP wird dieses Projekt entschieden bekämpfen und im Abstimmungskampf weiterhin die verfehlte Asylpolitik des Bundes aufzeigen. Die SVP setzt sich ein für die Bevölkerung und das Gewerbe – auch im Kreis 5.