Der Zürcher Stadtrat im Monopoly-Fieber

Stadtrat kauft schon wieder Immobile – am Gemeinderat vorbei

Roger Liebi, Präsident SVP der Stadt Zürich Roger Liebi, Präsident SVP der Stadt Zürich
Schon wieder, das 3. Mal in Folge, kauft die Stadt Zürich, vertreten durch den grünen Stadtrat Leupi, eine Immobilie per Dringlichkeitsbeschluss am Parlament vorbei.

Dieses Mal wurde die Unterschrift unter einen Kaufvertrag für das Airgate Center in Zürich Oerlikon gesetzt. Kosten: 128 Millionen Franken (welche die Stadt bekanntlich gar nicht hat). Die Immobilie wird von einer ausländischen Immobilieninvestorengruppe abgekauft, welche offensichtlich die europäischen Immobilien gezielt verkauft und sich auf den Heimmarkt beschränken will.

Es ist allgemein bekannt, dass sich die Immobilienpreise auf dem absoluten Höchststand befinden. Angesichts der zunehmenden Büroleerstände in Zürich und der wieder aufflammenden Finanzkrise, erachtet die SVP diesen Kauf als fahrlässig und verantwortungslos. Weshalb?

  • Die Begründung des Stadtrates, dass damit der Weg für die Zusammenlegung bisher ausgelagerter Verwaltungseinheiten geebnet ist und Kosten eingespart werden können, grenzt an Kaffeesatz lesen. Bereits beim seinerzeitigen Kauf des Hochhauses Werd wurde der Stimmbürger damit gelockt. Heute wissen wir – es kam ganz anders.
  • Bis heute gibt es keine verlässliche Raumbedarfsstrategie, trotz wiederholter Anfragen aus dem Gemeinderat
  • Das Airgate Center soll erst in 10 Jahren, also 2025, richtig als Verwaltungszentrum genutzt werden. Dannzumal wird das Gebäude 45 Jahre alt sein und den Anforderungen für moderne Arbeitsplätze nur mit erheblichem,  zusätzlichem finanziellem Aufwand  gerecht werden können.

Das bisher für ein neues Verwaltungszentrum reservierte Land an der Aargauerstrasse wird nicht mehr gebraucht. Aber wie es sich für die rot-grüne Stadt Zürich gehört, wird es natürlich nicht verkauft, auch nicht zu den heutigen Rekordpreisen, sondern als sogenannt strategische Reserve behalten. Man fragt sich wofür eine strategische Reserve benötigt wird, wenn doch die Stadtregierung davon ausgeht, dass mit dem Airgate alle Bedürfnisse für künftige Zentralisierungen abgedeckt sind.

Die SVP fordert den Stadtrat auf, umgehend an seinen Strukturen und der überbordenden Verwaltungstätigkeit zu arbeiten, anstatt sich im Monopolyspiel mit realem aber nicht vorhandenem Geld zu üben.