Theater Neumarkt wirbt mit NS-Verbrecher und die «Roten» rechtfertigen

Aus dem Gemeinderat

Roberto Bertozzi, Gemeinderat SVP Zürich 11 Roberto Bertozzi, Gemeinderat SVP Zürich 11
Von der SVP-, FDP- und CVP-Fraktionen ist am 23. März 2016 eine Motion eingereicht worden, die die Kündigung des Subventionsvertrags des Theaters am Neumarkt zum Ziel hat. Der Stadtrat von Zürich wird damit beauftragt, dem Gemeinderat eine Weisung zur Kündigung des unbefristeten Subventionsvertrags auf den nächstmöglichen Termin vorzulegen.

Begründet wird die Forderung einerseits damit, dass die Stadt Zürich das Theater am Neumarkt jährlich mit 5.4 Mio. Franken subventioniert. Somit werden ganze 72 Prozent des Gesamtaufwands des Theaters aus der Stadtkasse bezahlt, was fast einer Vollfinanzierung gleichkommt. Auch ist bekannt, dass das Theater Neumarkt pro Besucher Subvention von 464 Franken bekommt, was weltweit einen Höchstwert darstellt. Dies deutet nicht auf ein erfolgreich agierendes Theater hin. Die Finanzierung sollte grundsätzlich durch die Einnahme der verkauften Eintrittsbillette erfolgen. Offenbar interessiert das Programm des Theaters mehr die Künstler selbst, die dort auftreten, als die Zuschauer, denn diese bleiben dem Theater fern oder es ist ihnen nicht wert, ein Billett zu kaufen. Zu erwähnen ist auch, dass nebst der schon sehr hohen Finanzierung des Theaters Neumarkt durch die Stadt, der Kanton Zürich zusätzlich das Theater mit Fr. 330 000 pro Jahr subventioniert. Somit stellt sich die Frage, ob überhaupt eine Nachfrage für die «Dienstleistungen» des Theaters besteht oder diese «künstlich» durch die Künstler des Theaters und die Stadt hervorgerufen wird.

Andererseits wurde der Leistungsausweis des Theaters in jüngster Zeit unter anderem durch die Medien und die Politik in Frage gestellt. So kam das Theater Neumarkt mit der Theaterdarstellung «Entköppelung» in der Öffentlichkeit in Verruf. Darin ist die Behauptung aufgestellt worden, dass unser Nationalrat Roger Köppel vom «Dämon» des Verbrechers Julius Streicher besessen ist. Die Wahl auf Streicher ist kaum zufällig gefallen. Streicher gehörte zu den 24 Hauptkriegsverbrechern in den Nürnberger Prozesse und wurde 1946 wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der Naziherrschaft zum Tod verurteilt und durch den Strang hingerichtet. Streicher war Gründer, Eigentümer und Herausgeber des antisemitischen Hetzblattes «Der Stürmer». Seit 1927 führte «Der Stürmer» auf seiner Titelseite den menschenverachtenden Text «Die Juden sind unser Unglück». Streicher war so ein extremer Antisemit, dass er sogar Kritik aus der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei NSDAP von Adolf Hitler erntete. Das seit 1923 erscheinende Blatt «Der Stürmer» erreicht 1938 seine höchste Auflage von einer halben Million Exemplaren und war in Deutschland stark verbreitet und beeinflusste die öffentliche Meinung (Quelle: Wikipedia).

Der Zuschauerrückgang und die Schwierigkeiten, private Mittel zu beschaffen, bzw. die eigene Existenz zu rechtfertigen, haben offensichtlich das Theater Neumarkt dazu veranlasst, «kreativ» zu werden und medienwirksame Aktionen durchzuführen. Dabei wird auch nicht davor zurückgeschreckt, ein Kriegsverbrecher wie Julius Streicher einzusetzen, so wie es in der Darstellung «Entköppelung» geschehen ist. Der Zweck heiligt schliesslich die Mittel!

Es ist allgemein bekannt, dass Künstler und Theaterschaffende mehrheitlich «links» bzw. «rot» sind. Bei jeder Gelegenheit spielen sich rote Scharfmacher als Moralisten und Apostel auf, manchmal auch als Sektierer, wenn irgendetwas nicht in ihr Weltbild passt. Andersdenkende werden diffamiert und sogar als «Rassisten» beschimpft. Nun wird ein bekannter Rassist wie Julius Streicher als Werbemittel eingesetzt, um mehr Zuschauer für das Theater Neumarkt zu gewinnen. Wo bleibt die Moral? Auf der Strecke! Was ist die Antwort der Roten? Kunstfreiheit! Damit wird die geschmacklose Aktion der «Entköppelung» gerechtfertigt und den Bürgerlichen Populismus vorgeworfen, weil sie diese Aktion scharf kritisieren.

Die Doppelmoral der Roten und ihren Verbündeten (SP, Grüne, AL, GLP) im Gemeinderat hat letztlich dazu geführt, dass die Motion für die Streichung der Subventionen für das Theater Neumarkt im Tumult abgelehnt wurde.