Zürcher Sexgeschichten

Aus dem Gemeinderat

Dr. Daniel Regli, Gemeinderat SVP Zürich 11 Dr. Daniel Regli, Gemeinderat SVP Zürich 11
Zugegeben: ein heisses Thema. Der Stadtrat beantragte vorgestern im Rahmen der Zusatzkredite 50‘000 Franken für ein «Webbasiertes Informations- und Beratungsportal sexuelle Belästigung». WEB6 heisst das Projekt in der Kurzformel. Ausgesprochen wird das Kürzel wohl am besten mit WEBSEX. So kann die "furchtbar grosse Betroffenheit über das grassierende Unrecht der sexuellen Belästigung" sogleich unmissverständlich beim Namen genannt werden.

Sexuelle Revolution auf Staatskosten
Die Ratslinke verfällt jeweils dem baren Entsetzen, wenn die von ihr konstant und vehement betriebene 'Sexuelle Revolution' Widerstand erfährt. Einerseits fordert und fördert die linke Mehrheit in Stadt- und Gemeinderat ohne Ende, dass jeder und jede das Recht habe, das eigene Geschlecht zu wählen (Gender) und es gegebenenfalls auf Staatskosten ändern zu lassen. Andererseits wird schon Kindergarten- und Schulkindern eingetrichtert, dass es das Normalste der Welt sei, wenn Männlein mit Männlein und Weiblein mit Weiblein Sex und Partnerschaft hätten (LGBTI).
Entfährt jemandem ein kritisches Wort über diese Irrungen und Wirrungen, sehen die linken Sexualrevolutionäre ihr angestrebtes Heil in Gefahr. Blitzschnell bezichtigen sie ihre Kritiker der Homophobie. Richterliche Schritte werden angedroht oder angestrebt. Die fast durchwegs mit Subventionen alimentierte LGBTI-Lobby akzeptiert es nicht, dass man die Lebensentwürfe ihrer Klientel nicht würdigt.

Sexuelle Belästigung im Zürcher Gemeinderat
Ein aktueller Hype richtet sich nun gegen die scheinbar weit verbreitete sexuelle Belästigung. Allein in der Stadt Zürich sollen es gemäss Ausführungen der linken Votanten jährlich zig-Tausende sein, die sexuell belästigt werden. Darum solle nun die Fachstelle für Gleichstellung dringlich die Federführung bei WEBSEX übernehmen, um den Belästigten eine Möglichkeit zu verschaffen, sich zu beklagen und sich beraten zu lassen.
In der Ratsdebatte betonten auch die SVP-Votanten, dass es 'sexuelle Belästigung' gebe. Das sei unbestritten. Gegen solche könne man sich im Rechtsstaat Schweiz wehren. Schliesslich gebe es die Polizei und die Gerichte. Problematisch aus Sicht der SVP sei die linke Definition, wo sexuelle Belästigung beginne.
Der Tages-Anzeiger hatte am 21. Oktober 2016 einen Artikel zum Thema gebracht, in welchem sich eine amtierende Gemeinderätin zum Problem äusserte. Der Tages-Anzeiger gab der Dame auch gleich das massenmediale Podium, ein Beispiel zu nennen. So berichtete die Gemeinderätin, ein Ratskollege habe ihr an einer Kommissionssitzung gesagt: "Ich mache jetzt die Augen zu. Ich will Dich nicht immer anstarren. Du bist so schön!". In der Ratsdebatte vorgestern wiederholte die "Belästigte" ihre Einschätzung des Vorgangs. Die Aussage des Ratskollegen habe den nötigen Respekt vermissen lassen.

Die Gesinnungspolizei lässt grüssen
Durch die öffentlichen Voten in Tages-Anzeiger und Ratsdebatte gibt die Votantin zu verstehen, dass ein unpassendes Anbandeln bereits sexuelle Belästigung sei. Dies ist aus Sicht der SVP eine gefährliche Fehlentwicklung. Es ist voraussehbar, dass künftig unwillkommene Komplimente oder missliebige Kritik in zunehmendem Masse als sexuelle Belästigung definiert werden und die staatliche Maschinerie in Gang setzen. Das kostet Unsummen. Und es fördert Unruhe, Verdächtigungen, Streit und Denunziantentum am Arbeitsplatz und im politischen System. Die linken Überwachungs- und Gesinnungsbehörden winken bereits aus der Ferne.
Wie zu erwarten war, bewilligte die linksliberalistische Mehrheit des Gemeinderats den dringlichen Zusatzkredit. Natürlich gibt es aus Sicht der SVP in der Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich kaum ein konstruktives Projekt. Darum beantragt die SVP-Fraktion seit Jahren deren Abschaffung. Der Antrag ist bereits schon formuliert für die Budgetdebatte im Dezember.