Standaktionen

Termine der Standaktionen in allen Zürcher Stadtkreisen

Termine der Standaktionen in allen Zürcher Stadtkreisen
Wahlanlass 5. Oktober Münsterhof

Geldabfluss statt Stromzufluss

Aus dem Gemeinderat

Heinz Schatt, Gemeinderat SVP Zürich 12 Heinz Schatt, Gemeinderat SVP Zürich 12
Vier ewz-Weisungen des Stadtrates und drei Vorstösse mit Bezug ewz standen zur Debatte. Neben den Weisungen betreffend Aufhebung des Gemeindebeschlusses zur rationellen Verwendung von Elektrizität, der Aufhebung des Erlasses Bonus auf Energie- und Netztnutzungstarifen und dem Rückzug des Objektkredites für ein Energie-Contracting für den Wärmeverbund Klosters war die gewichtigste Weisung diejenige für den Rahmenkredit von 200 Mio Franken für den Erwerb von Energieerzeugungsanlagen, die erneuerbare Energie nutzen. Martin Bürlimann vertrat den Standpunkt der SVP bei dieser Weisung und brachte einen Dispoänderungsantrag ein, der verlangte, dass der Kredit nur für Wasserkraftanlagen im Inland verwendet werden darf. Aus den Fraktionen SP, FDP, Grüne, GLP und CVP wurde ein Abänderungsantrag eingebracht, der verlangte, dass ein Drittel des Kredites in der Schweiz, möglichst auch für Anlagen zur Nutzung der Solarenergie in der Stadt Zürich, investiert wird. Der Antrag der SVP wurde leider abgelehnt, derjenige der anderen Parteien dagegen angenommen, wie auch die gesamte Vorlage, die im Herbst zur Volksabstimmung kommt.

Geld fliesst ab
Schon die bestehenden Rahmenkredite von 20 Mio Fr. und 200 Mio Fr. für Windkraftanlagen wurden bis auf 3 Mio Fr. vollständig im Ausland investiert. Genauso wird es mit dem neuen 200 Mio Franken Rahmenkredit geschehen. Mit jedem Franken, der in Energieerzeugungsanlagen im Ausland investiert wird, erstarkt die ausländische Konkurrenz der einheimischen Energieerzeugung und vernichtet im Inland Investitionswerte. Deshalb schreiben unsere Stromkonzerne jährlich riesige Verluste, die hauptsächlich durch Abschreibungen auf den Investitionen entstehen. Die Stromwirtschaft befindet sich in einem Hamsterrad, das sich immer schneller dreht dank den Investitionen im Ausland und der Vernichtung unserer Vermögenswerte im Inland. Stoppen wir diesen Unsinn und investieren wir in unsere einheimische Energie, die Wasserkraft, auch wenn diese zurzeit wegen den subventionierten Energieeinspeisungen aus erneuerbaren Energiequellen unwirtschaftlich ist. Der Rahmenkredit von 200 Mio Franken wird zu 95% ins Ausland fliessen und grossen Schaden anrichten auf dem Schweizer Strommarkt.

Strom fliesst nicht zu
Ewz produziert heute ca 5500 GWh Strom, davon sind 50% Wasserkraft, 41% Kernkraft. 6% Windkraft onshore und offshore und knapp 3% stammen aus neuen erneuerbaren Energiequellen. Das Versorgungsgebiet der Stadt Zürich hat einen Strombedarf von ca 3800 GWh. ewz kann also einen beträchtlichen Teil seiner Produktion ausserhalb seines Versorgungsgebietes verkaufen, wegen den saisonalen Schwankungen sind aber auch massive Stromzukäufe erforderlich. Für eine sichere Versorgung fehlen ewz vor allem im Winter Kapazitäten. Diese sind mit Photovoltaik wegen der kurzen Sonnenscheindauer und den Nebeltagen nicht zu erreichen und Windkraft scheidet im Inland wegen den seltenen Windtagen und den Naturschutzbedenken sowieso aus. Investitionen im Ausland in Windkraftanlagen erhöhen die Versorgungssicherheit in keiner Weise, da der Strom bei einer europäischen Strom-Mangellage nicht in die Schweiz gelangt. Solche Investitionen sind nutzlos und wiegen die Schweizer Stromkonsumenten in einer falschen Sicherheit, die dazu führt, dass die eigenen Wasserkraft-Kapazitäten weder erhalten noch weiter ausgebaut werden. Der Rahmenkredit ist deshalb ein neuer Sargnagel für unsere einheimische Wasserkraft und muss deshalb abgelehnt werden.

Ziele revidieren
Der beschlossene Ausstieg des ewz aus der Kernenergie bis 2034 wird eine gewaltige Stromlücke aufreissen, die im Inland in den verbleibenden 17 Jahren mit neuen erneuerbaren Energiequellen nicht zu schliessen ist. Investitionen im Ausland sind zwecklos, es bleibt nur der Ausbau der Wasserkraft verbunden mit Stromsparanstrengungen und einer Beschränkung der Stromlieferungen auf das eigene Versorgungsgebiet der Stadt Zürich.