Unsere Stadtratskandidaten
In den Stadtrat:
Susanne Brunner und Roger Bartholdi
Top5

Keine Viertel-Milliarde für das Zürcher Kongresshaus!

Aus dem Gemeinderat

Dr. Daniel Regli, Gemeinderat SVP Zürich 11 Dr. Daniel Regli, Gemeinderat SVP Zürich 11
Das Zürcher Stimmvolk wird am 5. Juni 2016 über die Sanierung des Kongresshauses und der Tonhalle abstimmen. Der Stadtrat beantragt für das Projekt eine Summe von 240 Mio. Franken. Ebenfalls soll das Volk gemäss Antrag des Stadtrats zustimmen, die bestehende Kongresshaus-Stiftung zu entschulden und aufzulösen. Danach soll eine neue, öffentlich-rechtliche Anstalt das Kongresshaus und die Tonhalle in eine bessere Zukunft führen.

Es braucht kein Kongresshaus am See!
Aus Sicht der SVP-Gemeinderatsfraktion sind beide Vorlagen abzulehnen. Natürlich müssen Kongresshaus/Tonhalle renoviert werden. Die Mängel am Gebäude sind unübersehbar. Doch braucht es weder eine Luxus-Sanierung noch ein Kongresszentrum am See für 2‘500 Personen. Die Liegenschaft ist teilweise jetzt schon übernutzt, und es kommt zu unliebsamen Störungen der Tonhalle-Konzerte durch Nutzende der Kongressräume.
Zudem hat sich das Umfeld in jüngster Zeit verändert. In Kloten (Circle) und Dübendorf (Eventhalle Stettbach) wird in naher Zukunft Kongress-Infrastruktur für ca. 7‘300 Personen angeboten. Auch plant eine ‚IG Kongresszentrum‘ unter Führung von alt Stadtpräsident Elmar Ledergerber den Bau eines Kongresszentrums in Zürich. Am Projekt beteiligt sind ETH, Universität, Hoteliers, FIFA, Banken, HEV, City-Vereinigung, Zürich Tourismus etc.. Der Stadtrat tut gut daran, die Arbeit dieser IG zu begünstigen und sein eigenes Projekt nach einem NEIN des Volks markant zu verschlanken. Ein neues Projekt kann der Tonhalle und dem Restaurant am See mehr Fläche zur Verfügung stellen und wird sehr viel weniger kosten.

Immer soll das Volk bezahlen!
In der Führung der Kongresshaus-Stiftung gibt es seit vielen Jahren grosse Defizite. Als Folge davon besteht eine massive Verschuldung (72,8 Mio. Franken). Nun sollen die Steuerzahlenden wieder mal alleine den Kopf hinhalten, um die Schulden zu tilgen. Das ist unfair! Gewichtige Unternehmen der Privatwirtschaft sind mitverantwortlich für das Debakel. Diese haben ihr Versprechen gebrochen, die letzte Sanierung von Tonhalle/Kongresshaus (1984) mitzufinanzieren.  Nun soll das Volk alleine bezahlen. Das darf nicht sein! Der Stadtrat muss die privaten Mitverantwortlichen in die Pflicht nehmen, sich ebenfalls an der Entschuldung zu beteiligen.
165 Mio. Franken sind für die Sanierung des Gebäudes budgetiert. Das ist viel zu teuer! Ausbaustandard und Gebäudetechnik vom Feinsten. Allein die Sanierung der Stukkaturdecke im grossen Tonhallesaal soll 3 Mio. Franken kosten. Die Renovation kann weitaus günstiger erfolgen. Das wird auch die Folgekosten verringern. Sollte das Volk JA sagen, würde der sanierte Bau so teuer, dass weder das Kongresshaus noch die Tonhalle ihre Miet- und Nebenkosten je selber bezahlen könnten. Die Betriebskosten müssten jährlich mit 5.4 Mio. Franken subventioniert werden!

Ein neues Kleid macht noch keinen neuen Kaiser
Warum sollte eine neue Stiftung nun plötzlich alles richtig machen, was bisher verbockt wurde? Der Stadtrat gibt sich alle Mühe, andere Personen für das Debakel der aktuell noch existierenden Kongresshaus-Stiftung verantwortlich zu machen. Dabei war es die Stadtregierung selbst, die es versäumt hat, eine Optimierung der Abläufe durchzusetzen und die wachsende Verschuldung der Stiftung aufzuhalten.
Statt die Verantwortlichen für die Versäumnisse der Vergangenheit beim Namen zu nennen und Konsequenzen zu formulieren, legt der Stadtrat dem Stimmvolk eine neue Struktur vor. Das ist Augenwischerei! Eine neue Struktur wird nicht automatisch die Probleme lösen, welche Kongresshaus/Tonhalle seit Jahrzehnten bedrängen. Das oberflächliche Agieren lässt vermuten, dass sich alte Fehler bald wiederholen.
Beide Vorlagen sind abzulehnen! Die bestehende Kongresshaus-Stiftung ist unter Einbezug der Privatwirtschaft zu entschulden, neu zu organisieren und mit einer kostenreduzierten Sanierung von Tonhalle und Kongresshaus zu beauftragen.