Gemeinderat verliert KMU-Bauunternehmer

Susanne Brunner, Gemeinderätin SVP Zürich 7+8 Susanne Brunner, Gemeinderätin SVP Zürich 7+8
Mit dem Rücktritt von Gemeinderat Christoph Marty, Gemeinderat der SVP Kreis 10, verliert die SVP-Fraktion einen beherzten KMU-Vertreter. Die Fraktion erlebt einen Erfolg mit einem Postulat von Walter Anken und Thomas Schwendener.

Gemeinderat Christoph Marty verlässt den Gemeinderat. Er folgte vor vier Jahren auf Mauro Tuena als Vertreter der SVP Kreis 10. Es ist ein grosser Verlust für den Gemeinderat Zürich. Zu viele Mitglieder, gerade in den Reihen der übermächtigen Linken, sind in der Verwaltung, in Staatsbetrieben oder staatsnahen Betrieben tätig. Dies wirkt sich auf die Entscheide des Parlaments aus. So haben es Gewerbeanliegen regelmässig sehr schwer im Stadtparlament. Bei Christoph Marty sind seine Erfahrungen als Unternehmer bei seinem Wirken im Gemeinderat immer zu spüren gewesen. Marty, Inhaber einer Bauunternehmung mit 10 Festangestellten, fiel immer wieder mit prononcierten Gewerbe- und KMU-Positionen auf. Er ist ein beherzter Gewerbevertreter, der Klartext spricht, wenn immer gewerbefeindliche Verkehrspolitik betrieben wird oder die linke Ratsmehrheit mit den Ausgaben in verschiedensten Bereichen nicht geizt. Da er mehr Zeit für seine Firma und die Weiterentwicklung seines Betriebes braucht, verzichtet er nun auf die Ausübung des Parlamentsmandates. Die SVP-Fraktion schätzt sich glücklich, dass mit seinem Nachfolger, Hannes Widmer, wiederum ein Unternehmer im Gemeinderat Einsitz nehmen wird.

Die SVP-Fraktion erlebt einen raren Erfolg. Der Rat hat einen Vorstoss der beiden SVP-Gemeinderäte Walter Anken und Thomas Schwendener überwiesen. Der Vorstoss nimmt das Problem auf, dass in der Stadt zu wenig Schulraum zur Verfügung steht, weil die Schülerzahlen in der Stadt überaus stark angestiegen sind. Der Stadtrat hat es in den letzten Jahren verpasst, den Schulraum richtig zu planen. Die Folgen sind gravierend: Einerseits müssen viele Schüler nun in Provisorien zur Schule gehen. Andererseits plant die Stadt den Zubau von neuen Schulhäusern für 1,8 Milliarden Franken auf Stadtgebiet bis ins Jahr 2028. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass der Stadtrat bei seiner bisherigen Planungsarbeit versagt hat. Mit ihrem Postulat fordern die beiden SVP Gemeinderäte, dass der Stadtrat vor jedem Neu- oder Erweiterungsbau eines Schulhauses prüfen muss, ob in der Nähe des geplanten Schulhauses Räumlichkeiten in einem bestehenden Bürogebäude oder einem anderen Gebäude zugemietet werden kann. Diese Räume würden dann in Schulräume umgebaut. Dies hat zwei Vorteile: Auf diese Weise kann die Stadt viel rascher zu neuem Schulraum kommen, als wenn ein Schulhaus neu gebaut werden muss. Zweitens kann dieser Schulraum, wenn die Schülerzahlen wieder sinken, dannzumal wieder abgegeben werden. Eine andere Nutzung ist bekannterweise bei Schulhäusern nicht möglich. Ein schöner Erfolg für die SVP: Alle Fraktionen haben den Vorstoss unterstützt. Nur die Grünen haben sich enthalten.