Wo Kultur und Politik zusammentreffen

Emanuel Eugster, Gemeinderat SVP Zürich 7+8 Emanuel Eugster, Gemeinderat SVP Zürich 7+8
Der Komiker und Wahlschweizer Charlie Chaplin sagte schon damals: "Wir haben die Geschwindigkeit entwickelt aber innerlich sind wir stehen geblieben." Wenn man sogenannte Kulturprojekte studiert, welche die Stadt Zürich finanziert, muss man sich schon ab und zu fragen ist das noch Kunst oder einfach das Ergebnis einer langen Nacht. Man muss ehrlicherweise auch zugeben, Kunst und Kultur ist Geschmackssache. Und so stand die Doppelsitzung des Gemeinderats ganz im Zeichen der Kultur.

Eintritt von Johann Widmer in den Gemeinderat für die SVP
Christoph Marty welcher vom November 2015 bis November 2019 im Amt war hat sich mit einem Apero nach der letzten Ratssitzung verabschiedet. Eingeladen waren sämtliche Ratsmitglieder. Obwohl sich die Linkspolitiker über den bevorstehenden Abschiedsapero gefreut haben, so entschieden sich einige nach der vorgelesenen Abschiedsrede wohl kurzfristig nicht an den Apero zu kommen. Trotzdem, das alle Eingeladen wurden eine schöne Geste eines direkten aber auch fairen SVP Politikers. Wir wünschen alles Gute und viel Erfolg. Anstelle von Christoph Marty tritt Johann Widmer für den Rest der Amtsdauer 2018-2022 ein. Auch ihm wünschen wir ganz viel Erfolg im Gemeinderat.

Förderung der Kultur ist wichtig und auch sinnvoll
Stadtpräsidentin Corinne Mauch äusserte sich am Anfang das die Kulturpolitik in Bewegung bleiben muss. Und es wäre sehr erfreulich das die Mehrheit jeweils für Kultur ist im Gemeinderat. Nur, am Schluss muss die Stadt jedoch auch wirtschaftlich funktionieren. Die linken Politiker reden immer davon das die Stadt Zürich Geld im Überfluss hat. Allerdings die Stadt hat eine Verschuldung von ca. 12'500.- pro Kopf, dies ist nicht wenig. Stephan Urech erwähnt das die SVP die verschiedenen Kulturprojekte vergleicht und dort Beiträge kürzt wo es ähnliche Angebote gibt. Gewisse Nischenprojekte können einfach nicht gleich unterstützt werden wie solche welche eine hohe Zuschauerzahl hat. Es gibt ja auch Zahlreiche Kulturprojekte welche sich selber finanzieren.  

Zürcher Sängerknaben
Der Knaben Chor wurde um das Jahr 1960 von Alphons von Aarburg gegründet. Die Stadt Zürich unterstützt den international erfolgreichen Chor seit 1989. Mit den vielen Gastauftritten im In und Ausland machen die Knaben auch musikalische Werbung für die Stadt Zürich. Höhere Mietkosten welche gerechtfertigt sind machen dem Chor nun finanziell zu schaffen. Gefordert wird die Übernahme der Mietkosten von 40'195.- jährlich. Die SVP unterstützt den Chor gerne.  Die Grünen lehnen die Erhöhung ab. Sie wollen den Knaben Chor nicht dem Mädchen Chor vorziehen welcher gar keine Beiträge erhält. Auch können Sie beispielsweise eine Reise nach China nicht verstehen da dies schlecht für das Klima wäre. Glücklicherweise stimmte die Mehrheit für den Chor und freut sich auf viele schöne Konzerte.

Was wäre die Stadt Zürich ohne das Tram
Jeder ist schon einmal gefahren und für manchen ist es auch das Transportmittel zur täglichen Arbeit. Auch wenn man sich als Autofahrer öfters ärgert über die Kap-Haltestellen, kann man die unnötige Wartezeit wenigstens damit verbringen das schöne Tram anzuschauen. Oder zumindest das Heck. Im Tram-Museum das es seit der Gründung im 1967 gibt, kann man die schönen und Historischen Transportmittel dann auch in Ruhe von allen Seiten betrachten. Die Ehrenamtlichen Mitarbeiter sorgen dafür das die Schienenfahrzeuge gepflegt und restauriert werden. Viele Stunden Arbeit und Herzblut wird für die Zürcher Tramgeschichte aufgewendet damit dieses wichtige und traditionelle Kulturgut erhalten bleibt. Dass das Tram-Museum auch bei der Bevölkerung beliebt ist zeigen die steigenden Besucherzahlen. So waren es im 2018 rund 23'000 Besucherinnen und Besucher. Doch die steigenden Besucherzahlen erfordern auch einen administrativen Mehraufwand. Überhaupt die Verwaltungs und Betriebskosten stiegen mit den Besucherzahlen mit. Wer jetzt denkt es rollen grosse Zahlen an, der liegt falsch. Das Tram-Museum erhielt bis anhin einen Beitrag von 125'877.- Die beantragten 60'000.- Erhöhung pro Jahr wirken fast schon bescheiden und wurden angenommen.