Wunschkonzert Thurgauerstrasse

Aus dem Gemeinderat

Walter Anken, Gemeinderat SVP Zürich 6 Walter Anken, Gemeinderat SVP Zürich 6
Der Abend im Gemeinderat stand mit der Weisung 2018/87 ganz im Zeichen der Thurgauerstrasse. Das rund 65'000m2 grosse Areal Thurgauerstrasse stellt eine der grössten Baulandreserven der Stadt Zürich dar und hat eine wichtige Funktion in der weiteren Stadtentwicklung und inneren Verdichtung Zürichs. Auf dem Areal soll ein lebendiger Quartierteil mit 700 Wohnungen, 200 Alterswohnungen, Gewerbeflächen, eine Schulanlage sowie ein Quartierpark Platz finden. Die SVP unterstützte im Rat die Rückweisung des Gestaltungsplans für das Teilgebiet A mit mehreren Aufträgen an den Stadtrat. Wir sind der Meinung, dass mit dieser Vorlage der nächsten Generation verunmöglicht wird, auf dieser Landreserve eigene Ideen zu planen und umzusetzen. Die SP hat den Gestaltungsplan "Thurgauerstrasse" über allen Klee gelobt und vollmundig von der inneren Verdichtung geschwärmt. In Wahrheit realisieren die Befürworter-Parteien der Massenzuwanderung, was für verheerende Folgen dies hat. Mit vertikaler Begrünung und Vorgaben zu der Anzahl Bäume, versuchen die Linken vergeblich, der wachsenden Betonwüste zu begegnen. Dabei wäre die kontrollierte Zuwanderung die Lösung für all diese Probleme, denn nur so kommen wir wieder zu einem vernünftigen Wachstum. Die Einsicht lässt weiter auf sich warten. Wie zu erwarten, wurde der Rückweisungsantrag vom Rat abgelehnt.

Wie nicht anders zu erwarten, verlangt die SP im Postulat 2018/356 die Prüfung der Reduzierung Autoabstellplätze in der blauen Zone an der Grubenackerstrasse. Ebenfalls soll der Stadtrat prüfen, ob nicht auf die Lockerung des Fahrverbotes auf der Grubenackerstrasse verzichtet werden kann. Aktuell werden die Parkplätze von den Anwohnern und Kleingärtner genutzt. Begründet wird das Anliegen, dass die Kleingärten durch die Überbauung "Thurgauerstrasse" wegfallen werden und zudem passt den Postulanten nicht, dass abends die Abstellplätze von Besuchenden des Hallen-stadions benutzt werden. Völlig unverständlich ist die Aussage der Linken, dass die Aufhebung der Parkplätze den Suchverkehr reduzieren werde. Gerade weil es zu wenig Parkplätze hat, sind Autofahrer oft gezwungen sinnlose Kilometer zu fahren, die Luft unnötig mit C02 zu belasten und Lärm zu erzeugen, so die Ausführungen von Thomas Schwendener SVP. Leider haben unzählige Versuche dies den Autohassern zu erklären, bis heute nicht gefruchtet.  Zusätzlich soll weiterhin ein Fahrverbot an der Grubenackerstrasse gelten, obwohl diese auch ohne Anlässe im Hallenstadion rund um die Uhr besetzt sind.

Wieder haben wir ein Postulat 2019/109 der Linken vor uns, dass vom Stadtrat eine Prüfung verlangt, wie im Zusammenhang mit der Überbauung "Thurgauerstrasse" für die Eigentümer der privaten Liegenschaften rund um die Grubenackerstrasse das Anschliessen an die Fernwärme erleichtert werden kann. Die Begründung besagt, dass der Wille in der Stadt bestehe, Wärme über Fernwärme zu nutzen und diese zudem eine deutlich bessere C02 Bilanz aufweise als Gas- und Ölheizungen. Dem kann nicht widersprochen werden. Weiter wird argumentiert, dass ein Umstieg auf Fernwärme sehr teuer sei, wenn die Erschliessung nicht gemeinsam realisiert werden kann. Gemeinsam meint, dass zusammen mit der Überbauung "Thurgauerstrasse" doch auch gerade die privaten Gebäude rund um die Grubenackertrasse mit Fernwärme-Infrastruktur erschlossen werden können. Der Fernwärme – so die Postulanten - würde grundsätzlich eine grosse Anfangshürde gegenüberstehen. Die SVP hat immer gesagt, dass die ökologische Energieversorgen sehr teuer wird. Wir sehen auch nicht ein, warum hier private Eigentümer rund um die Grubenackerstrasse erleichtert – auf Kosten der Stadt - an die Fernwärme angeschlossen werden sollen. Wieso sollen diese Eigentümer gegenüber dem restlichen Teil der Bevölkerung bevorzugt werden, so die Ausführungen von Dubravko Sinovcic SVP? Es ist nicht die Aufgabe des Gemeinderates Partikularinteressen zu vertreten. Leider wurde das Postulat überwiesen.