Übertriebene Schulhausbauten und eine drohende Ausweitung der Genderdebatte

Aus dem Gemeinderat

Johann Widmer, Gemeinderat SVP Zürich 10 Johann Widmer, Gemeinderat SVP Zürich 10
Das war eine Ratssitzung mit einem Sammelsurium an Geschäften. Zwei Geschäfte verdienen aber eine besondere Würdigung: Das Schulhauskonzept der Linken hat deutlich mehr Nebenräume als Schulzimmer und die Tierwelt wird in die Genderdebatte einbezogen.

Die SVP der Stadt Zürich ist für die Bereitstellung des notwendigen Schulraumes und stimmt in der Regel für den Bau von neuen Schulhäusern. Die SVP warnt seit vielen Jahren davor, dass die Entwicklungen an den Schulen in die falsche Richtung gehen. Das Leistungsprinzip wird nicht mehr konsequent angewendet und die Schülerinnen und Schüler sind bei Lehrstellenantritt in der Wirtschaft und im Gewerbe oder für den gymnasialen Bildungsweg nicht mehr optimal vorbereitet. Im Unterricht soll das Schwergewicht auf die Stoffvermittlung, die Förderung des Leistungswillens und das Aneignen von Regeln für das Zusammenleben gelegt werden.
Der Ausbau der Schulen im Sinne der Linken geht in in die entgegengesetzte Richtung. In den Schulhäusern scheint es immer weniger darum zu gehen, dass die Schüler in einem Klassenzimmer mit einem Klassenlehrer Unterricht haben. Dies ist eine Grundvoraussetzung für gutes Lernen. Die Klassenlehrer sollen offenbar durch Vertreter der Sozialindustrie verdrängt werden. Die SVP fordert dass die Klassen durch eine Bezugsperson, dem Klassenlehrer, geführt werden. Die Linken fordern nun für jedes Schulzimmer ein bis zwei Gruppenräume und ein Besprechungszimmer, damit sich verschiedene Personen mit einer Klasse beschäftigen können. Im Rahmen eines Postulates werden noch zusätzliche grosszügige Räume für die Schulleitung, die Leitung der Betreuung und die Schulsozialarbeit gefordert. Mit allen bereits etablierten Räumen für Sport, Schulpsychologie, Musikunterricht, Werkräume und dergleichen wird das Raumverhältnis von einem Schulzimmer zur Gesamtzahl aller Zimmer immer schlechter. Das Postulat wurde mit einem Ablehnungsantrag der SVP an den Stadtrat überwiesen und es kann befürchtet werden, dass sich damit noch lange kein Ende dieser Entwicklung abzeichnet. Die SVP Fraktion regt an, dass man diese zusätzlichen Räume so baut, dass man diese jederzeit als normale Schulräume umnutzen könnte.

Das Raumverhältnis von einem Schulzimmer zur Gesamtzahl aller Zimmer wird immer schlechter

Ein Dauerbrenner in der gemeinderätlichen Diskussion ist die Genderfrage. Da die Linken beim Menschen bereits mehrere Geschlechtervarianten erfunden haben – Facebook lässt etwa fünfzig Varianten zu – ist dieses Feld mittlerweile so weit ausgereizt, dass in diesem Bereich kaum noch mehr Unsinn denkbar scheint. Weit gefehlt! Das eine der beiden Wappentiere – zwei Löwen – des Logos des Gemeinderates soll durch eine Löwin ersetzt werden. Es steht zu befürchten, dass diese Einzelinitiative eine neue Welle an Genderunsinn auslösen wird und der Gemeinderat sich wieder hunderte von Stunden mit solchen Anliegen zu beschäftigen hat – bis jedes Tier über fünfzig Gendervarianten hat und alle Logos auf ihre Gendertauglichkeit untersucht sind. Zum Glück fand diese Initiative dann im Rat nur drei Befürworter von ganz links.