Parolen

zur Volksabstimmung vom
29. November 2020

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"Areal Guggach III" Spielwiese für Bagger und Beton

Aus dem Gemeinderat

Walter Anken, Gemeinderat SVP Zürich 6 Walter Anken, Gemeinderat SVP Zürich 6
Der Gemeinderat beschäftigte sich an seiner Sitzung vor der Auffahrt u.a. mit der Weisung 2019/458. In dieser Weisung beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat die Zustimmung zur Teilrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO), um die planungsrechtlichen Grundlagen zu schaffen, damit das Gebiet "Areal Guggach III" mit Wohn- und Gewerbeflächen, einem Park, einem Schulhaus mit Doppelturn-halle bebaut werden kann. Das Gebiet umfasst eine Fläche von rund 20'000m2 und liegt an der Kreuzung Hofwiesen-/Wehntalerstrasse, Zürich-Unterstrass, Kreis 6. Ursprünglich handelte es sich bei diesem Gebiet um ein Familiengartenareal. Nach dem Bau der Durchmesserlinie wurde es 2015 wieder von der SBB rekultiviert und wird heute als Erholungsraum genutzt.

Interessant war die Diskussion im Gemeinderat. Normalerweise erhebt sich die Übermacht der Roten, Grünen, AL und GLP bei jedem Bauprojekt – ich erinnere an das neue Fussballstadion – und spricht vom Erhalt von natürlichen Lebensräumen, zusätzlichen Grünflächen, Vertikalbegrünung, Aufheben von versiegelten Böden, vermeiden von Hitzestaus, Lebensräume für Tiere und Pflanzen, weniger Verkehr, weniger Lärm usw. Hier beim "Areal Guggach III" ist nun plötzlich alles ganz anders. Dass der Boden versigelt, enorm viel Fläche verbaut, Grünraum für Menschen, Tiere und Pflanzen verschwindet und die Hitze im Gebiet zunehmen wird, spielt alles gar keine Rolle mehr. Unfassbar! Gemeinderat Emanuel Eugster SVP hat die Ablehnung der Weisung und damit die Verhinderung der Überbauung von diesem schönen Naherholungsraum begründet. Es handelt sich um die letzte grössere Landreserve in der Stadt Zürich. Kommende Generationen sollten auch die Möglichkeiten haben, ihre Projekte auf Freiflächen zu verwirklichen. Das Anliegen der SVP im Rat war chancenlos. Traurig aber nun wird auch dieser letzte Erholungsraum zur Spielwiese für Bagger und Beton.

Die Gemeinderätin Camen Señorán und der Gemeinderat Martin Götzl, beide SVP haben kürzlich das Postulat 2020/187 eingereicht. Sie fordern den Stadtrat auf, einen Bericht vorzulegen, der darlegen soll, wie vor jedem Immobilienkauf verschiedene Dokumente (Marktwertschätzung, Altlasten-gutachten, Zustandsanalyse, Instandsetzungskosten usw.) eingeholt werden.

Mit dem Postulat wird das Ziel verfolgt, dass alle Abklärungen vor dem Immobilienkauf gemacht werden und die Stadt genau weiss, was für Kosten auf sie zukommen, so die Argumentation der Gemeinderätin. Mit einer detaillierten Risikoanalyse kommen Fakten ans Licht.  Es ist in der Vergangenheit mehrfach vorgekommen, dass die Stadt überhöhte Kaufpreise bezahlt hat. Es kam auch vor, dass keine oder nur ungenügende Abklärungen bez. Altlasten gemacht wurden und Ungewissheit über die Instandsetzungskosten bestand. Bei dem Blindflug ist es nicht verwunderlich, dass es immer wieder zu Kreditüberschreitungen kommt, für die dann der Steuerzahler geradestehen muss. Die Linke hat leider die Überweisung des Postulats verhindert.