Gratis Pools und anstandslose Gemeinderäte

Emanuel Eugster, Gemeinderat SVP Zürich 7+8 Emanuel Eugster, Gemeinderat SVP Zürich 7+8
In der letzten Ratsdebatte wurde heftig über den Eintrittspreis in unsere Freibäder und Badeanlagen gestritten. Doch nicht nur die sogenannte Sportstadt – Initiative schlug diese Woche hohe Wellen, sondern auch das anstandslose Verhalten von linken Gemeinderäten.

Wer wünscht sich nicht seinen Pool, Champagner und Kaviar. Auch die Linken wünschen sich einen Pool, nur wollen Sie ihn nicht selber bezahlen. Wer Poolbesitzer kennt oder sogar einer ist, der weiss, dass die Kosten für ein Pool enorm hoch sind. In der Volksinitiative "Sportstadt Züri" geht es darum, dass alle städtischen «Pools» der Bevölkerung gratis zur Verfügung stehen.

Wir mögen es jedem gönnen aber…
Natürlich möchte man am liebsten jedem alles ermöglichen. Aber leider ist dies nicht immer so einfach möglich. Löhne, technischer Unterhalt und viele weitere Kosten sind mit einem Freibad verbunden. Die von der Stadt zur Verfügung gestellten «Mega-Pools» fürs Volk sind bereits jetzt hochgradig subventioniert. Man muss kein Wirtschaftsexperte sein, um zu erkennen, dass bei der Forderung gratis Eintritte die Wirtschaftlichkeit noch mehr aus dem Gleichgewicht kommt. Schlussendlich hängen die Mehrkosten wieder am Steuerzahler. Unser schöner Zürichsee hat eine Grösse von über 88km2, ist absolut gratis und macht aus eigener Erfahrung sowieso mehr Spass als die überfüllte Badi, die bei einer Annahme der linken Forderung noch überfüllter würde.

Parlamentarischer Anstand
Ein Thema was mich seit den letzten Tagen nicht mehr los lässt: Es ist nichts Neues, dass in der Stadt Zürich vor allem die Linke Szene Freiheiten geniesst, welche so eigentlich nicht tolerierbar sind. In letzter Zeit wurden diese Freiheiten immer mehr ausgenutzt. Es werden illegale Demonstrationen veranstaltet, bei welchen die Polizei nur tatenlos zuschaut. Es werden illegal Häuser besetzt und keiner tut etwas. Wo ist unser Rechtssystem geblieben? Natürlich gibt es unterschiedliche politische Richtungen. Natürlich muss Platz sein für die freie Meinungsäusserung. Aber nicht in dieser aggressiven Form wie wir es heute in Zürich erleben. Während einer Diskussion im Gemeinderat über die illegale Demonstration "Black lives matter", hat Gemeinderat Stephan Iten kritisiert, dass der Eindruck entstehen könnte, dass unsere Polizei ebenfalls rassistisch wäre. Da ruft eine linke Gemeinderätin in voller Lautstärke: "Das meinen wir aber genau so!". Ich bin absolut fassungslos über solch einen Zwischenruf. Ebenso bestürzt bin ich darüber, wenn eine linke Gemeinderätin im Morgenverkehr illegal eine Strasse sperrt (14. Mai, 2020 TeleZüri Bericht), und anschliessend noch voller Stolz im TV Interview als "Gemeinderätin der Stadt Zürich" mit ihrer Aktion prahlt. Noch mehr schockiert es mich, wenn ein SVP Gemeinderat in einer sachlichen Debatte um illegale Demonstrationen öffentlich im Rat als Rassist beschimpft wird.
Laut der Geschäftsordnung des Gemeinderats der Stadt Zürich Art.14 steht: «Verletzt ein Mitglied den parlamentarischen Anstand, wird es von der Präsidentin oder vom Präsidenten zu Ordnung gerufen». Diese Regelung betrifft zwar nur die Ratssitzungen selbst, zeigt jedoch was für einen Umgang eigentlich gepflegt werden sollte. Wo wir heute stehen, ist weit weg von parlamentarischem Anstand. Politik ist auch mal emotional, sich an illegalen Aktionen beteiligen und zu drohen oder zu beschimpfen ist jenseits, vor allem als gewählte Politiker. Natürlich ist die Stadt Zürich links regiert. Ich kann das akzeptieren. Aber einzelne Gemeinderäte sollten sich mal Gedanken machen ob sie so ein Vorbild sind für eine demokratische Politik. Und unsere Stadträte müssen sich dringend mal Gedanken darüber machen was alles noch tolerierbar ist, und wann Grenzen gesetzt werden müssen, bevor noch weiterer Schaden entsteht.