Parolen

zur Volksabstimmung vom
29. November 2020

Download Parolen im PDF-Format

Zürich für alle, ausser das Auto

Aus dem Gemeinderat

Tobias Baggenstos, Gemeinderat SVP Zürich 12 Tobias Baggenstos, Gemeinderat SVP Zürich 12
Seit ich im April 2020 für meinen geschätzten Kollegen Heinz Schatt in den Gemeinderat der Stadt Zürich nachrücken durfte, gab es mehr oder weniger nur zwei Themen: Schikanierung des Automobils oder unnötige Ausgaben für nicht staatliche Aufgaben zu tätigen.

Die folgende Weisung des Stadtrats zur Zollstrasse, Abschnitt Langstrasse bis Zollbrücke und Radgasse ist ein weiteres Beispiel für diese schikanöse Politik. Die Zollstrasse und die Radgasse sind Gemeindestrassen mit einer signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h, auf denen eine regionale Radroute verläuft. Im Abschnitt Radgasse bis Zollbrücke und in der Radgasse ist ein beidseitiger Velostreifen markiert. Von der Radgasse bis zur Langstrasse ist ein einseitiger Velostreifen im Gegenverkehr markiert und die Zollstrasse ist im Einbahnverkehr befahrbar. Zwischen der Radgasse und der Zollbrücke soll der «Bahnhofplatz Nord» entstehen. Im ganzen Projektperimeter sind verschiedene weitere Aufwertungsmassnahmen und Verbesserungen für den Fuss- und Veloverkehr vorgesehen, soviel zur Ausgangslage.

In diesem Abschnitt soll jeder seinen Platz haben, gemäss der linken Ratsseite braucht man grössere Fläche für die Radfahrer und die Fussgänger, da sich diese beiden Gruppen ansonsten in die Quere kommen. Für mich ist diese Aussage schon genug für die egoistische Denkweise der Radfahrer, nichts soll innen in die Quere kommen was «schwächer» ist als Sie, da es Ihnen am Willen fehlt sich in einen gemeinschaftlichen Strassenverkehr einzugliedern. Deshalb müssen alle anderen Verkehrsteilnehmer kuschen oder verschwinden. Die SVP kritisiert nicht nur den teuren Landkauf die, diese Weisung mit sich bringt, für 80m sollen knapp 400 000.- SFR. gezahlt werden. Sondern auch den Abbau von weissen und blauen Parkfeldern und dies in einem Quartier, dass bereits jetzt schon unter Parkplatzmangel leidet. Am Ende kam es, wie es immer kommt. Die rot/grüne Mehrheit setzt sich durch und die Autofahrer haben das Nachsehen. Im Anschluss zu dieser Weisung folgt noch ein Postulat der AL die ein Fahrverbot für die Zollstrasse fordert. Natürlich meint die AL kein Fahrverbot wie es uns in der Fahrschule beigebracht wurde, dass komplett wäre, also für alle Verkehrsteilnehmer inkl. Velo. Nein, natürlich würde das Fahrverbot nur für Autos gelten. Dieser Fakt wurde sogar von der linken Ratsseite bemerkt und der AL mitgeteilt. Bei der Schlussabstimmung wurde das Postulat überwiesen. Was nun der Stadtrat mit diesem Postulat machen wird, steht in den Sternen, dass dies zu einer Verbesserung für den Autofahrer führen wird ist stark zu bezweifeln, da bereits heute ein Teil der Zollstrasse nicht befahren werden darf.

Es kommen schwere Zeiten für die Stadtzürcher/innen die auf das Auto angewiesen sind zu. Nicht nur werden Abstellplätze knapp, auch Besucher werden keine Parkplätze finden und die Stadt wird sich selber homogenisieren, da jedes Auto ein Dorn im Auge des links/grünen Gemeinderats ist.